14.01.2019, Ingelfingen
Georg-Fahrbach-Schule ist jetzt "Stoppt Mobbing"-Schule

Im Rahmen der von ihm selbst gegründeten „Stoppt Mobbing“-Kampagne war Carsten Stahl zu Gast in der Stadthalle, um die 177 Schüler der Georg-Fahrbach-Gemeinschaftsschule über die Gefahren und Folgen von Mobbing aufzuklären.

Stolz halten die Verantwortlichen das unterschriebene Plakat in die Kamera.

Carsten Stahl nimmt die Schülerinnen und Schüler in seiner unnachahmlichen Art mit

BBQ-Projektleiter Günter Rothenheber bedankt sich bei Carsten Stahl

Gebannt lauschten die Schüler den Ausführungen Stahls, der trotz des sehr ernsten Themas anfangs auch immer wieder Lacher auf seiner Seite hatte. Im Verlauf des Vormittages wurde es allerdings sehr ernst, als er von Mobbingopfern berichtete, die sich das Leben genommen haben, weil sie keinen anderen Ausweg mehr  sahen. Stahl erzählte auch die Geschichte eines kleinen rothaarigen Jungen, die damit endete, dass er in eine  Baugrube geschubst wurde. Der Junge wollte nicht gefunden werden und einfach nur sterben. Doch er wurde gefunden: "Dieser Junge war ich!" schrie Carsten Stahl den gespannten Zuhörern entgegen. Sein Vortrag hatte viele Schüler zum Nachdenken angeregt, einige gar zu Tränen gerührt. Der Vormittag verwandelte sich durch die Erzählungen und Appelle der aus dem Fernsehen bekannten Gastes zu einem flammenden Plädoyer gegen Mobbing und Ausgrenzung.

 

Zuvor hatte Stahl bereits einen dringenden Appell an die Schüler der Georg-Fahrbach-Schule gerichtet. Er ließ sie zunächst unter schallendem Gelächter ihre schlimmsten Schimpfworte nennen und diese von einer Schülerin aufschreiben. Im Anschluss stellte er fest: "Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Dass ihr diese Worte kennt, oder dass ihr euch dabei auch noch applaudiert!" Er machte den Zuhörern klar: "Das sind Worte die andere verletzen! Sie sind wie Kugeln, abgefeuert auf hilflose Opfer! Ihr seid die Zukunft dieses Landes und ihr seid so abgestumpft, dass euch das nichts bedeutet!".

 

Es war der Wendepunkt des Vormittags von kurzweiliger Unterhaltung mit Gelächter zur Ernsthaftigkeit, mit dem weiter oben beschriebenen Höhepunkt: Stahls Schilderung seiner eigenen Erlebnisse als Mobbingopfer. "Ich sage euch nicht, was ihr tun sollt, aber ihr könnt jetzt hier und heute ein Zeichen gegen Mobbing setzen!", führte Stahl weiter an und hatte unterdessen ein Plakat auf der Bühne ausgelegt. Kaum hatte er ausgesprochen, schon sprangen die Kinder und Jugendlichen in Massen auf, um darauf zu unterzeichnen. Durch ihre Unterschrift bekannten sich die Schüler dazu, dass Mobbing in Zukunft keinen Platz mehr an ihrer Schule hat. "Ab heute", so Stahl "ist eure Schule eine 'Stoppt Mobbing"-Schule.

 

Ein besonderer Dank geht an den Förderverein der Georg-Fahrbach-Schule und dem Bildungspartner BBQ Berufliche Bildung gGmbH, die diesen Tag ermöglicht haben. Zudem an Herrn Rothenheber von BBQ, der Carsten Stahl für diesen Vortrag gewinnen konnte.