04.-05.06.2019, Waldshut
„TAG DER KLEINEN FORSCHER“ 2019 - 280 Kinder gingen auf Entdeckungsreise: Das Große im Kleinen entdecken

Aus kleinen Impulsen können große Ideen und sogar große Taten entstehen. Kinder sind zwar kleiner als Erwachsene, haben zusammen aber ganz schön viel Kraft. Sie können etwas bewirken, bewegen und die Welt mit eigenen Augen entdecken.

Auch die Kinder am Hochrhein gingen am „Tag der kleinen Forscher“ spannenden Fragen nach und begaben sich auf die Suche nach kleinen Dingen, die möglicherweise Großes bewirken. Diese Aktionstage wurden in Anlehnung an den bundesweiten „Tag der kleinen Forscher“ der Berliner Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vom Südwestmetall Netzwerk Hochrhein ausgerichtet. An den beiden Tagen füllte sich der Stoll VITA Garten in Waldshut ganz früh morgens schon mit neugierigen Kindern aus insgesamt 17 Kindertagesstätten aus dem Landkreis Waldshut.

 

Professionell wurden die ankommenden KiTaGruppen begrüßt und in ihre Gruppen eingeteilt. Engagierte Schüler*innen der Justus-von-Liebig-Schule begleiteten die Kinder zu drei verschiedenen Forschungsstationen. An diesen durften sie selbstständig den gut vorbereiteten Impulsen nachgehen. „Wie schafft es ein kleiner Dominostein, einen großen Backstein umzuwerfen?“ – eine Schülerin stellte diese Frage und die Kinder durften mit Hilfe von bereitgestelltem Alltags Material – schwere Bücher, eine Flasche gefüllt mit Sand, DVD Hüllen mit DVD´s …, nach der Lösung suchen. Und claro, nach einigem Ausprobieren schafften es die Kinder, den großen Backstein mit dem kleinen Dominostein zu Fall zu bringen. Ein großes Staunen war zu vernehmen, hatte es doch niemand der Kinder vorher vermutet, dass dies möglich sein könnte.

 

Danach ging es dann weiter an die nächste Station. Hier widmeten sich die kleinen Forscher*innen der Frage, wie ein Vulkanausbruch entstehen könnten. Auch hier wurde Alltagsmaterialien bereitgestellt, um den Kindern Impulse zu geben, einen Vulkan nachzubauen: Natron, Wasser, Zitrone etc, einige wichtige Bestandteile um einen kleinen Vulkan zu bauen und zum ausbrechen zu bringen. Mit leuchtenden Augen beobachteten die Kinder den „sprudelnden Lawastrom“.

 

„Was hat dir heute am besten gefallen?“, fragte Monika Schmitt, Koordinatorin des Südwestmetall Netzwerkes am Hochrhein, einen kleinen Vorschüler. „Das mit dem Nagel“, platzte es sofort aus seinem Mund heraus. Er war an einer Station, die sich handwerklich, technischen Fragen stellte und an der die Kinder sogar einen „Hammerführerschein“ erwerben konnten. Sie erforschten, wie viele kleine Nägel zusammen auf einem Holzbrett Platz finden konnten und sich so auch mehrere Bretter zu etwas Großem zusammen bauen ließe.

 

Zum Abschluss von drei intensiven Forschungsrunden gesellten sich alle Kinder zusammen und gaben ein kleines Percussionkonzert. „Klein aber oho“, auch hier zeigte sich, dass zum Teil sehr kleine Instrumente sehr laute Töne von sich geben können und wenn dann alle zusammen klingen, es sich sehr sehr groß und voll anhört.

 

Zu guter Letzt waren die Kinder und Erwachsenen eingeladen, sich mit einem wunderbaren Snack zu stärken. Es gab regionale, saisonale und ökologisch angebautes Gemüse zu  Rohkoststückchen mundgerecht verfeinert, feines Vollkornbaguette mit Kräuterquark und Radieschen und ein selbst hergestelltes Zitronen-Melisse-Wasser zu Erfrischung – alles liebevoll zubereitet von den Mitarbeiterinnen der Stoll VITA Stiftung.

 

„Die Tage der kleinen Forscher werden in Waldshut sehr gut angenommen, manche Kitas sind jedes Jahr dabei und die pädagogischen Fachkräfte und auch Eltern sind begeistert“, resumiert Monika Schmitt. „Die Fachkräfte sind äußerst zufrieden mit der von Jahr zu Jahr besseren Organisation und Qualität der Veranstaltung. Dies können wir nur leisten, weil wir hier sehr gut zusammen arbeiten: die Stoll VITA Stiftung, die Justus-von-Liebig-Schule und das Südwestmetall Netzwerk Hochrhein“.

 

In Waldshut fanden die Forschertage mittlerweile zum sechsten Mal statt. Hierzu luden der Partner der Berliner Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, das Südwestmetall-Netzwerk Hochrhein, zusammen mit den regionalen Akteuren, der Justus-von-Liebig-Fachschule und der Stoll VITA Stiftung, die Kindergartenkinder zum Entdecken und Forschen ein.

 

Zum Hintergrund des Themas
„Die Wertschätzung der kleinen Dinge und ein bewusster Umgang mit ihnen sind eine wichtige Voraussetzung für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserer Welt. Das Motto inspiriert dazu, gemeinsam mit Kindern die Perspektive zu wechseln und die Bedeutung, den Wert und auch Kraft der kleinen Dinge zu erkennen“, sagt Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. „Gute frühe Bildung bildet das Fundament des weiteren Lern- und Lebenswegs, in dessen Verlauf sich Wissen weiterentwickelt. Wenn ich eine Sache verstehe – und sei sie auch noch so klein – ergeben sich daraus neue Erkenntnisse und Rückschlüsse. Gerade im Bereich MINT können Mädchen und Jungen ihre Welt wunderbar entdecken, erforschen und eigene Schlussfolgerungen ziehen“, so Michael Fritz.