13.12.2019, Friedrichshafen
Kamera ab für den ersten gemeinsamen Film! Medienprojekt geht an die Schule

Wie können Sequenzen mit dem Handy gedreht werden? Wie kann ein gutes Drehbuch aussehen? Oder wie kann ein Film entstehen?

Diesen Fragen gehen die Schüler/innen der Ludwig-Dürr-Schule im Rahmen des Projekts KooBO-Z auf den Grund. Monika Martin, Projektleitung bei BBQ gGmbH, begleitet das Projekt in der 8. Klasse.

 

Gemeinsam mit dem Kreismedienzentrum werden die Teilnehmenden in den Grundlagen der Filmerstellung geschult und unterwiesen. Ziel ist es, am Ende einen kleinen Clip über das Erlebte im Projekt zu erstellen. Besonderheit ist, dass die Jugendlichen seit kurzer Zeit in Deutschland sind und gerade dabei sind, die deutsche Sprache erst zu erlernen. Sie sind Schülerinnen und Schüler, sogenannter VKL-Klassen. (VKL = Vorbereitungsklassen) Inklusion und Integration sind das oberste Ziel des Projektes. Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird eine Chance gegeben, sich in Friedrichshafen und somit in die Gesellschaft einzuleben, so Monika Martin. Sie ist beeindruckt, mit wieviel Engagement und Dankbarkeit die Teilnehmenden dabei sind.

 

Damit sich die Schüler/innen rasch als KooBO-Z Team verstehen, standen zu Beginn das gegenseitige Kennlernen und teambildende Maßnahmen, wie das Brückenbauprojekt auf dem Programm. Zudem wurden erste Ideen zur Umsetzung des Filmprojekts gesammelt, bevor dann Schritt für Schritt mit der Projektumsetzung begonnen werden kann. Fachleute aus dem Medienbereich begleiten das Projekt und geben Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt in Deutschland.

 

KooBO-Z mit VKL-Schüler/innen bedeutet neben der klassischen Projektumsetzung die Themen Sprachförderung und Integration in den Blick zu nehmen. Immer mit dem Ziel den Selbstwert der jungen Menschen zu stärken und damit eine Eingliederung in die „normalen“ Klassen gut gelingen kann. Jugendlichen mit Migrationshintergrund wird eine Chance gegeben, sich in Friedrichshafen und somit in die Gesellschaft einzuleben.

 

Das Projekt „Kooperative Berufsorientierung für Zugewanderte“ (KooBO-Z) wird vom Europäischen Sozialfond und von der Bundesagentur für Arbeit und dem Land Baden-Württemberg gefördert wird.