Aus der Zukunftswerkstatt

  Baden-Württemberg | Akademie

Entwicklungen und Innovationen der Biwe-Gruppe für Unternehmen aus Baden-Württemberg

Qualifizierungsverbünde - verbunden in der virtuellen Welt

„Ärmel hochkrempeln“ und unternehmensübergreifend Weiterbildung stemmen – das war der Gedanke, der mehrere mittelständische Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im Zollernalbkreis zu einem Qualifizierungsverbund zusammenführte. Schnell standen erste gemeinsame Weiterbildungsthemen fest, Inhalte und Formate wurden diskutiert, Trainer gesucht und nun laufen bereits die ersten gemeinsamen virtuellen Veranstaltungen für Beschäftigte dieser Unternehmen. Das Zwischenfazit: Ein erfolgreicher Start, aber dabei soll es nicht bleiben. Jetzt arbeiten die Unternehmen daran, den Austausch der Teilnehmenden untereinander zu fördern und den Transfer in die betriebliche Praxis zu unterstützen.

Das Erfolgsgeheimnis: Hier sind Menschen am Werk, die ihr Unternehmen voranbringen wollen, indem sie ihre Mitarbeitenden voranbringen. Dieser Grundsatz ist generell prägend für die Qualifizierungsverbünde in Baden-Württemberg, genauso wie eine gute Portion Offenheit und gegenseitiges Vertrauen. Das Projekt Qualifizierungsverbünde wird gefördert vom Land Baden-Württemberg, der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Baden-Württemberg sowie den Arbeitgeberverbänden Südwesttextil und Südwestmetall.

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Neue Lernkultur zur Bewältigung der Transformation

Seit einem Jahr läuft das Projekt „Transferqualifizierung für technische Experten und Spezialisten der Industrie im Strukturwandel", mit dem Ziel Techniker, Meister und Ingenieure auf den Strukturwandel vorzubereiten. Dafür sollen kleinteilige, praxisnahe Weiterbildungsmodule in den Themenfeldern emissionsfreie Antriebssysteme, Data Science und künstliche Intelligenz entwickelt und erprobt werden.

Im Austausch mit den Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft wurde klar, dass auch an der Lernkultur gearbeitet werden muss, um den technischen Wandel begleiten zu können. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO wurde dazu eine agile Projektlernmethode entwickelt, die den Wissenstransfer im Betrieb unterstützen soll und vor allem auch dann hilft, wenn die Qualifizierungsbedarfe noch nicht konkret benannt werden können. Diese Methode wird aktuell in den drei Unternehmen Schnaithmann Maschinenbau GmbH, Stihl GmbH und Dürr GmbH pilotiert. Im Anschluss sollen Prozesse und Methode evaluiert und auf andere Unternehmen und Themen übertragen werden. Das Projekt wird gefördert vom Land Baden-Württemberg.

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Entwicklung und Erprobung von Teilqualifikationen im Projekt ETAPP

Seit 2019 wird das Projekt ETAPP – mit Teilqualifizierung zum Berufsabschluss vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel des Projekts ist es, bundeseinheitliche Standards der Teilqualifizierung (TQ) unter Berücksichtigung von Unternehmensbedarfen zu entwickeln und zu erproben und so flexible Qualifizierungsmöglichkeiten für Arbeitsuchende und Beschäftigte zu schaffen. Im Herbst 2020 wurde die ETAPP-Projektleitung von der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ des Deutschen Bundestags im Rahmen einer Anhörung eingeladen.

Seit Dezember arbeitet ETAPP, das von Bildungswerken der Wirtschaft umgesetzt wird, projektübergreifend mit den ebenfalls vom BMBF geförderten Projekten „Chancen Nutzen!“ der DIHK Service GmbH und „BIBB-TQ“ des Bundesinstituts für Berufsbildung zusammen und befindet sich mit der Entwicklung und Erprobung von zehn bedarfsorientierten Teilqualifikationen nunmehr im dritten Meilenstein. Gestartet wird mit den Berufsbildern Kaufmann/frau im E-Commerce, Gebäudereiniger/in und Hauswirtschafter/in. Weitere Berufsbilder folgen.

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Ausbilder-Trainings und Austausch im Mittelpunkt von Q 4.0

Das Projekt NETZWERK Q 4.0 entwickelt im Netzwerk der Bildungswerke der Wirtschaft und des IW Köln bundesweit Ausbilder-Trainings, um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. In Baden-Württemberg wird gerade das Training „Additive Fertigung live erleben“ erprobt – aufgrund der aktuellen Situation ausschließlich online. Das gilt auch für die beiden Lernlabore mit dem Kooperationspartner Carl- Benz Schule Karlsruhe. Selbstlern- und Gruppenlernphasen wechseln sich über einen Zeitraum von 10 Wochen ab, genauso wie die Lern- und Praxisphasen. Ein weiteres Thema wird die „Digitale Vernetzung“ sein. Hier wird ein Training entwickelt, das die Fischertechnik- Lernfabrik mit einbindet.

Im neuen Format Open Space können sich Ausbilder über eine Online-Pinnwand oder live zu ihren Erfahrungen mit der Ausbildung 4.0 austauschen. Dieses Format ist als konkretes Ergebnis aus dem Feedback von Ausbilderinnen und Ausbildern entstanden.

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