09.07.2018, Calw-Holzbronn - Schwarzwälder Bote
Ist Metallbranche das Richtige?

Jungen Menschen tiefe Einblicke ins Berufsleben gewähren, ihre Fragen beantworten und Ausbildungsberufe vorstellen: Darum geht es im BBQ-Projekt "Berufswahlkompass Metall" (BWK Metall).

In kleinen Gruppen mit fünf bis sechs Teilnehmern lernen Schüler Ausbildungsberufe kennen – direkt in den Betrieben vor Ort. Die Homag Plattenaufteiltechnik GmbH in Holzbronn ist als BWK-Partner nun ebenfalls mit dabei.

 

Finanziert wird der BWK Metall von der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg Südwestmetall sowie von den beteiligten Unternehmen. Der gemeinnützige Bildungsträger BBQ Berufliche Bildung gGmbH organisiert und unterstützt das Projekt. Mitmachen können Schüler von Realschulen aus den Klassen acht und neun. Die Plätze sind jedoch begrenzt. Pro Schuljahr erhalten rund 60 Schüler die Chance teilzunehmen und sich über Ausbildungsberufe der Metall- sowie Elektroindustrie in neun verschiedenen Firmen zu informieren.

 

Hohe Motivation
Alle Veranstaltungen und Unternehmensbesuche finden nach Unterrichtsende und schulunabhängig statt. Sie sind also freiwillig. "Da ist die Motivation schon sehr hoch", bestätigt Homag-Ausbilder Christoph Gräsle und ergänzt: "Wir haben die Jugendlichen bei uns vieles machen und an möglichst vielen verschiedenen Maschinen arbeiten lassen."

 

So hat die Teilnehmergruppe etwa einen mehrteiligen Bilderrahmen entworfen und auf Basis einer technischen Zeichnung gebaut.

 

Das Besondere bei Homag: Die Schüler werden konstant von Azubis betreut. "Die Erfahrung zeigt, dass die Hemmschwelle bei den Jugendlichen dadurch viel geringer wird. Sie stellen den fast Gleichaltrigen gerne Fragen und sehen mit eigenen Augen, was unsere Auszubildenden schon alles wissen und können", sagt Gräsle. Für die Azubis ist ein solcher Projektnachmittag natürlich ebenfalls eine verantwortungsvolle Erfahrung.

 

Zu Homag nach Holzbronn werden in diesem Jahr noch fünf weitere BWK-Teams kommen. "Dank der sehr kleinen Gruppen ist dabei ein intensiver Informationsaustausch möglich", meint Gräsle. "Als BWK Partner waren wir jetzt zum ersten Mal dabei – mit sehr positiven Erfahrungen für alle Beteiligten."