31.01.2018, Aalen - Schwäbische Post
Berufliche Zukunft für Südeuropäer

Jugendliche aus Spanien und Italien finden Ausbildungsplätze im Ostalbkreis.

Das Projekt MobiPro-EU vermittelt jugendlichen Spaniern und Italienern neue Perspektiven. In ihren Herkunftsländern herrschen seit Jahren Jugendarbeitslosenquoten von fast 50 Prozent. "Unsere Jugendlichen nehmen hier keinem die Arbeit weg!" so Ewa Zelasko, Projektleiterin MobiPro.

"In der Zusammenarbeit mit der zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit und der Kreishandwerkerschaft finden wir Ausbildungsstellen und Ausbildungsbetriebe, die in Ostwürttemberg unter Nachwuchsmangel leiden." so Zelasko weiter. In individuellen Gesprächen werden die zukünftigen Auszubildenden und deren Familien auf die neue Situation vorbereitet. Im Herkunftsland werden die Jugendlichen 6 Monate mit einem Intensivsprachkurs bis zum B1 Niveau vorbereitet und in die Ausbildung und deren Rahmenbedingungen eingewiesen. Während dieser Zeit unterstützt BBQ (Berufliche Bildung gGmbH) die Wohnungssuche und ebnet so den Weg in die Ausbildung.

Dann kommen die Jugendlichen in Ostwürttemberg an und es geht für sechs Wochen in einen Betrieb und der Alltag beginnt. Dass es funktionieren kann, beweist Alexandr Alba I. aus Alicante: "Daheim habe ich zwar meine Freunde und meine Familie, aber keine Zukunft. Jetzt habe ich hier eine Lehre zum Elektroniker gemacht. Ich habe eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz und ein besseres Leben."

Auch für die junge Estefania A. und Francisco José G. lohnte sich die Teilnahme am MobiPro Projekt. Sie wurden von der Handwerksbäckerei Mack aus Westhausen beziehungsweise Thorwart Holzbau aus Tannhausen übernommen. Auch Stefan B. und Alexandr. Alba haben den Arbeitsvertrag ihres jetzigen Ausbildungsbetriebes Elektro Schlagenhaus bereits ganz sicher in der Tasche.