Berufliche Erkundung in Kooperation: Besuch einer Fahrradwerkstatt und Tanzschule  

  in Rottenburg | BBQ

Im Rahmen des Projekts Kooperative Berufsorientierung (KooBO) besuchten 12 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 7a der GMS Ergenzingen jeweils im Juli die Fahrradwerkstatt Urban Fahrradbau und Kristinas kleine Tanzschule in Rottenburg.

Am 01. Juli 2021 lud der Geschäftsinhaber Alexander Urban die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler des Projekts und ihre Lehrerkräfte zu einer Werkbesichtigung ein. Neben der Ladenzeile stellte Alexander Urban verschiedene zum Teil selbsthergestellte Fahrradmodelle vor. „Besonders gefallen hat uns das Strada-Tandem-Fahrrad. Das Fahrrad ist für zwei Personen geeignet, einer gibt Gas und der andere muss helfen.“ meldete eine Schülerin begeistert zurück. „Diese Fahrräder sind besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Paare geeignet.“ erklärte Alexander Urban den Jungen und Mädchen. Darüber hinaus erfahren die Jugendlichen, dass es auch möglich ist, Klappfahrräder in der Fahrradwerkstatt von Alexander Urban zu kaufen.

„Die sind super, wenn man mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit auch Bus und Bahn fahren muss!“ stellt ein Schüler erstaunt fest. Zudem ist es möglich: „[…] Fahrräder zu bestellen, die dann nach persönlichen Wünschen und Vorstellungen angefertigt werden. Die meisten Aufträge erhalte ich sogar von Kundeninnen und Kunden aus den Niederlande und der Schweiz.“, erläuterte Alexander Urban. Anschließend informiert der Ladenbesitzer die Jugendlichen über seinen beruflichen Werdegang und die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker Fachrichtung Fahrrad. Abschließend erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit verschiedene Modelle auszuprobieren. Eine Schülerin berichtete: „Am meisten Spaß hatte ich, als wir mit einem Tandem-Rad mit Karacho über den Hof fuhren durften.“

Am 15. Juli 2021 fand der Betriebsbesuch in der Tanzschule "Kristinas kleine Tanzschule" in Rottenburg statt. Die Besitzerin des Studios Kristina Kircher empfang die Jugendlichen und startete mit einer Einführung in das Berufsbild. „Bei dem Beruf Tanzlehrerin/Tanzlehrer handelt es sich um eine dreijährige überwiegend schulische Berufsausbildung. Während der Ausbildung absolviert man Berufspraktika und die Abschlussprüfung findet vor einem Prüfungsausschuss statt. Für die Ausbildung benötigt man die Fachhochschulreife oder einen guten mittleren Bildungsabschluss. Außerdem benötigt man ein medizinisches und orthopädisches Gesundheitszeugnis, welche die gesundheitliche Eignung für diesen Beruf bestätigen.

In der Ausbildung selbst, lernt man verschiedene Tanzstyle aber auch Methodik, methodische Übungen und tänzerische Improvisation und Gestaltung.“, erklärte Kristina Kircher den Jugendlichen. „Und wann beginnt für Sie normalerweise ein Arbeitstag?“, erkundigte sich ein Schüler. „In der Regel beginnt ein normaler Arbeitstag um 14:00 Uhr und endet um 22:00 Uhr. Ich selbst arbeite im Schnitt 30 Stunden die Woche, manchmal auch mehr“, antwortete Kristina Kircher. 

Während der Führung durch das Tanzstudio brachten die Jugendlichen in Erfahrung, dass Kristinas kleine Tanzschule mehrere Kurse anbietet. Neben dem Kindertanzen ab 3 Jahren bietet Kristina Kircher HipHop, Tango und klassische Tanzkurse wie Rumba und Chachacha an. Begeistert stellt eine Schülerin fest: „Für uns, also ab Klasse 8 gibt es ja extra Anfängertanzkurse“. Die Tanzlehrerin bestätigt die Entdeckung und fügt hinzu: „Die Anfängertanzkurse kosten 69 Euro und finden Paarweise statt“. „Und wenn man keinen Partner hat?“, erkundigt sich eine Schülerin. „Dann dürfen die vorhandenen jungen Männer doppelt tanzen. In der Regel freuen sie sich darüber mit gleich zwei Mädchen zu tanzen“, scherzte Kristina Kircher.

Am Ende der Führung durften die Jugendlichen beim Kindertanzen mitwirken und den „Jerusalemtanz“ nach tanzen, welcher zur Verwunderung der Schülerinnen und Schüler schwerer umzusetzen war als er aussah. „Hier benötigen wir alle noch etwas Übung.“, stellte ein Schüler belustigt fest. 

Das Projekt Kooperative Berufsorientierung (KooBO) wird von Europäischen Sozialfonds in Baden-Württemberg und von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit gefördert. 

Autorinnen und Autoren: E. Hipp, Y. Damlar, i. Cakir und M. Calishan

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Zweiradmechaniker oder Tanzlehrerin - die Berufe sind vielfältig, die jungen Menschen in der KooBO vorgestellt werden