BWK Metall Pforzheim: Wie ein Projekt in Corona-Zeiten effektiv umgesetzt werden kann!

  Pforzheim/Enzkreis | BBQ

Online-Plattform Biwe eCamp bietet ideale Basis für Seminararbeit

Der Berufswahlkompass Metall ist ein seit 9 Jahren erfolgreiches Projekt in der 8./9. Klasse der Konrad-Adenauer-Realschule Pforzheim und der Willy-Brandt-Realschule in Königsbach-Stein. Es wird von BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH in Kooperation mit 13 namhaften metallverarbeitenden Firmen in der Region Pforzheim durchgeführt.

Frohen Mutes und voller Motivation konnte der BWK Metall noch im Februar durch eine dritte Schule, die Carl-Dittler-Realschule in Remchingen, bereichert werden. Eine hervorragende Spontanität und Flexibilität seitens der Schule boten tolle Startbedingungen für eine gute Zusammenarbeit im erfolgsversprechenden Projektablauf.

Der Beginn des Projektjahres war noch vielversprechend, konnten doch einige Schülerinnen und Schüler ihre Bilderleiter und Minigolfschläger in den Firmen fertigen und galvanisieren lassen. Bedingt durch die Coronapandemie mussten seit Mitte März alle geplanten Praxisnachmittage der Schüler/innen in den Firmen ausfallen, was jedoch umgehend von den Projektleiterinnen bei BBQ in digitaler Form fortgeführt wurde.

Die Projektleiterinnen haben sich der Herausforderung gestellt und für die 60 Schüler/innen eine Onlineplattform entwickelt, die sowohl ein Kommunikationsforum enthält, als auch Ergebniskontrollen ermöglicht.

Somit sollten zum Beispiel Fragen zu allen Kooperationsfirmen und die dort angebotenen Ausbildungsberufe recherchiert werden. Aufbauend wurden die gewerblich-technischen Metallberufe detaillierter betrachtet und mit Präsentationsfilmen der Firmenazubis auf der Plattform ergänzt sowie mit verschiedenen Links zur Berufsorientierung abgerundet.

Weiterhin konnten Bohrübungen online durchgeführt werden. Es gab ein Online-Rätsel zu den beteiligten Firmen, eine Wiederholung der Sicherheitsbelehrung, berufsorientierte Arbeitsblätter, Lerneinheiten zu den Schlüsselqualifikationen, uvm. Die Lernplattform Biwe-eCamp wurde mit Informationen und Arbeitsblättern zu den Berufen Oberflächenbeschichter/in und Chemielaborant/in sowie einer Verlinkung zum Imagefilm der Fa. IMO gefüttert.

Da es BBQ leider nicht mehr vor Schuljahresende möglich war, den Schülerinnen und Schülern an den Werkbänken der Ausbildungsabteilungen die Möglichkeit zu geben ihre handwerklich-technischen Fertigkeiten auszuprobieren, hat die Firma Eugen Geyer bspw. den geplanten Praxisnachmittag zur Minigolfschlägerherstellung mit den hauseigenen Azubis nachgestellt und für die BWK Metaller/innen auf ihrer Homepage hinterlegt. Als Entschädigung für die ausgefallenen Termine haben die Azubis die Minigolfschläger für alle Teilnehmenden gefertigt.

Die Fa. IMO hingegen hat die bereits bei den Firmen Doduco, G. Rau, Mapal, Härter, Kramski, Kunzmann und Schneider gefertigten Bilderleitern der Schüler/innen in der Galvanik oberflächenbeschichtet, was die Schüler/innen ansonsten selbst hätten machen dürfen.

Besondere Highlights waren einige Onlineseminare von coaching4future im MINT-Bereich, von Professoren der Universität Heilbronn, die eine Online-Vorlesung zum Thema Licht oder Schall/Lautsprecher hielten sowie ein angeleiteter Livestream der Experimenta in Heilbronn, bei diesem ein Solarmobil mit dem zuvor an die Teilnehmer versandten Bausatz gebaut wurde.

Der ganztägige Kreativtag bei der Fa. Witzenmann ist leider auch „Corona“ zum Opfer gefallen. Hoffnung besteht jedoch noch für unsere Sonderprojekttage bei den Firmen SWP, Stöber und Zecha im Herbst. Die Agentur für Arbeit und der Arbeitgeberverband Südwestmetall, als Hauptfinanziers des Projektes neben den Kooperationsfirmen, gaben für die Weiterführung in alternativer/digitaler Form „grünes Licht“ und auch die Kooperationsunternehmen erwiesen sich als kontinuierliche Größe im Netzwerk.

Der Hintergrund hierfür ist, dass von allen Beteiligten - insbesondere von den Unternehmen - geschätzt wird, welch wertvollen Beitrag der BWK Metall für eine gesicherte Fachkräftegewinnung leistet, da dieses Projekt bereits im 2. Halbjahrder 8. Klasse beginnt und nach dem ersten Halbjahr der 9. Klasse endet, so dass direkt ins BORS und ins Bewerbungsschreiben für einen Ausbildungsplatz übergegangen werden kann.

Wir hoffen, dass wir im neuen Schuljahr unsere Schüler/innen in den Firmen zu weiteren Praxisnachmittagen begrüßen dürfen.

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