Junior-Ingenieure tüfteln am Karl-von Frisch-Gymnasium

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Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) stellt ihre Modellhäuser vor – 12 Zertifikate überreicht

Zwölf Neuntklässlerinnen und Neuntklässler des Dußlinger Karl-von Frisch-Gymnasiums haben an der Junior-Ingenieur-Akademie teilgenommen und präsentierten stolz ihre Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung. 

Im vergangenen September startete die erste Junior-Ingenieur-Akademie am Karl-von-Frisch-Gymnasium in Dußlingen. Sie wurde von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie und der Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen finanziert. Bei einem Outdoor-Teamtraining lernten sich die Jugendlichen aus den unterschiedlichen Klassen besser kennen und erlebten, was bei der gemeinsamen Lösung von Aufgaben hilfreich ist. Dadurch sollten sie auf die Umsetzung des technischen Projekts in Kleingruppen vorbereitet werden. Zunächst wurden die technischen Grundlagen vermittelt. Von ihren Lehrern Friedemann Seibold und Gerd Weitbrecht erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in technisches Zeichnen und die Konstruktion mit CAD (Computer-Aided Design). Danach lernten die Jugendlichen einen Mikrocontroller zu programmieren, mit dem die Technik in den Häusern gesteuert werden kann. Im Anschluss sammelten die Teilnehmenden Ideen für die Umsetzung eines kleinen „Smart Home“. Es entwickelten sich drei Teams, die selbständig die gewünschten Projekte umsetzten. Nach und nach wurden die Modellhäuser immer individueller gestaltet und mit unterschiedlichsten technischen Funktionen ausgestattet. Die Wände der Häuser bauten die Jugendlichen aus Aluprofilen und Spanplatten. Unterstützt wurden sie dabei nicht nur von ihren Lehrern sondern auch von zwei ehemaligen Schülern der Schule, Marc Wenzel und Philip Maurer, die an der Hochschule Reutlingen Medizinisch-Technische Informatik studieren.

Im Februar stand ein Besuch bei KI-Makerspace in Tübingen auf dem Programm. Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die vielseitigen Angebote. Von einer programmierbaren Stickmaschine über verschiedene 3D-Drucker bis zum Podcast-Studio kann dort alles kostenfrei genutzt werden. Danach konnten die Teilnehmenden sich individuelle Motive aussuchen, diese in eine Vektorgrafik umwandeln und mit dem Plotter ausschneiden. Im Anschluss wurde das überschüssige Material entfernt und das Motiv aufgebügelt. So entstanden individuelle T-Shirts, die von den Teilnehmenden bei der Abschlussveranstaltung stolz getragen wurden.

Der Besuch an der Hochschule Reutlingen im März begann mit einem Vortrag von Prof. Dr. Sven Steddin vom Fachbereich Informatik. Gemeinsam ging es dann in den OP-Saal der Medizinisch-Technischen Informatik. Dort werden Methoden und technische Hilfsmittel entwickelt, die das medizinische Personal in der Zukunft unterstützen sollen. Besonders gefallen hat den Teilnehmenden, dass sie aktiv werden und neuste technische Entwicklungen testen konnten.

Mitte April durften alle Teilnehmenden an einem Praxistag bei der Zeltwanger Holding GmbH in Tübingen ein Produkt herstellen und wurden dabei von Walter Kärcher und seinen Auszubildenden angeleitet. Auch eine Betriebsführung stand auch dem Programm, bei dem die Teilnehmenden einen Einblick in die Produktion des Unternehmens erhielten. Außerdem wurden sie von Ricarda Knögel über das Unternehmen und die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert.

Im Mai konnten die Teilnehmenden in vier Gruppen im Werk in Dußlingen zusammen mit den dortigen Auszubildenden an einem Nachmittag ein praktisches Projekt umsetzen. Anhand einer technischen Zeichnung bauten sie von den Auszubildenden hergestellte Teile zusammen, die diese für die praktische Zwischenprüfung gefertigt hatten. Im Anschluss wurden diese eingebaut und unter Anleitung der Auszubildenden in Betrieb genommen. Durch das gemeinsame Projekt erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Ausbildung der Mechatroniker. Beim letzten Termin lernten alle auch noch die innovativen Produkte des Unternehmens kennen. 

Gegen Ende der Junior-Ingenieur-Akademie absolvierten die Jugendlichen ein Präsentationstraining beim Bildungsträger BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH, der die Junior-Ingenieur-Akademie organisierte und begleitete und zeigten bei der Abschlussveranstaltung stolz, was sie erarbeitet hatten. Durch das Projekt will Südwestmetall, der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie, Schülerinnen und Schülern einen besseren Start ins Berufsleben ermöglichen. Die vielseitigen Erfahrungen sind der Grund für Südwestmetall, dieses Projekt zu unterstützen und den Jugendlichen damit eine Zukunftsorientierung zu geben. Dies ist auch der Antrieb für die Förderung durch die Agentur für Arbeit Balingen-Reutlingen. Sie möchte mit der Junior-Ingenieur-Akademie die Berufsorientierung im technischen Bereich frühzeitig stärken.

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Junior-Ingenieure tüfteln und werkeln